Dieses Video zeigt die Pipeline und Stacks – die Werkzeuge, mit denen aus priorisierten Tickets eine konkrete Wochenplanung für dein Team wird.
Die Pipeline ist im Kern ein Wochenkalender, in dem jede Zeile ein Teammitglied repräsentiert und geplante Aufgaben als farbige Karten auf der Timeline liegen. Tickets können per Dialog oder durch direktes Aufziehen von Zeitblöcken eingeplant werden – in 15-Minuten-Schritten. Wichtig dabei: Die Kartenlänge entspricht dem geplanten Arbeitsschritt dieser Woche, nicht der gesamten Ticket-Schätzung.
Zwei Ansichtsmodi helfen bei der Planung: Die Übersicht zeigt kompakte 8-Stunden-Blöcke pro Tag – ideal fürs Wochenmeeting. Die großzügige Ansicht mit 15-Minuten-Raster eignet sich für die Feinplanung. Der Reality-Toggle legt Plan und tatsächlich gebuchte Zeiten nebeneinander, sodass du Schätzungen kontinuierlich verbessern kannst.
Sobald die Planung steht, wird die Woche aktiviert. Dann fließen alle geplanten Aufgaben automatisch in die Stacks der jeweiligen Teammitglieder – das persönliche Kanban-Board mit den Spalten To Do, Feedback geben, Feedback holen, Erledigt und Backlog. Jeder Mitarbeiter sieht morgens genau, was ansteht und in welcher Reihenfolge – ohne Rückfragen, ohne eigene Priorisierung.
Das Ergebnis ist eine durchgängige Planungskette: Big Picture → Pools → Pipeline → Stacks. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf, und am Ende der Kette steht fokussiertes, unterbrechungsfreies Arbeiten.
Prioritäten setzen ist der erste Schritt. Aber irgendwann muss aus "das ist wichtig" auch "das macht Max am Dienstag" werden.
In diesem Video zeige ich dir die Pipeline – das Werkzeug für die Wochenplanung. Du verteilst Tickets auf dein Team, siehst sofort, wer wie viel Kapazität hat, und am Ende weiß jeder genau, was diese Woche zu tun ist.
Ich öffne Planning und dann Pipeline.
Was du hier siehst, ist im Grunde ein Wochenkalender für dein Team. In der Vertikalen stehen die Teammitglieder – jede Zeile ist eine Person. In der Horizontalen siehst du die Wochentage, aufgeteilt in Zeitblöcke.
Die farbigen Karten auf der Timeline sind geplante Aufgaben. Jede Karte ist ein Ticket, das einer bestimmten Person zu einer bestimmten Zeit zugewiesen ist.
Oben rechts kannst du mit den Pfeilen zwischen Wochen navigieren. Und du siehst den Status der Woche – ob sie aktiv ist oder noch geplant wird. Dazu gleich mehr.
Das Grundprinzip: Du nimmst die priorisierten Tickets aus den Pools und verteilst sie hier auf konkrete Personen und Zeitfenster. Aus "wichtig" wird "wer macht es wann".
Es gibt zwei Wege, Aufgaben in die Pipeline zu bringen.
Der erste Weg: Ich klicke auf "Task zur Pipeline hinzufügen". Es öffnet sich ein Dialog, in dem ich das Ticket auswähle, den Mitarbeiter zuweise, und Start- und Enddatum samt Uhrzeiten festlege.
Der zweite Weg ist noch schneller: Ich ziehe direkt in der Wochenansicht einen Zeitblock auf die gewünschte Zeile. Das System schlägt automatisch die Person und den Zeitraum vor. Dann wähle ich nur noch das Ticket aus – fertig.
Wichtig: Die Länge der Karte in der Pipeline entspricht der geplanten Arbeitszeit für diesen Schritt. Das muss nicht die gesamte Schätzung des Tickets sein. Wenn ein Ticket insgesamt auf 20 Stunden geschätzt ist, du aber diese Woche nur 4 Stunden dafür einplanst, dann ist die Karte 4 Stunden lang. Die Pipeline zeigt den nächsten konkreten Arbeitsschritt, nicht das gesamte Ticket.
Die Zeiteinteilung ist in 15-Minuten-Blöcke aufgeteilt. Du kannst also sehr präzise planen.
Die Pipeline bietet dir zwei Ansichtsmodi, und die sind je nach Situation Gold wert.
"Übersicht" zeigt jeden Arbeitstag als 8-Stunden-Block. Kompakt, übersichtlich. Perfekt für das Wochenmeeting, wenn es darum geht, schnell zu sehen, wie die Woche insgesamt aussieht. Wer ist voll, wer hat noch Luft?
"Großzügig" zeigt jeden Tag in 15-Minuten-Schritten. Detailliert, präzise. Hier kannst du einzelne Aufgaben exakt platzieren und verschieben. Das ist der Modus für die Feinplanung.
Du wechselst je nach Bedarf: Erst in der Übersicht die Woche grob verteilen, dann in der großzügigen Ansicht die Details justieren.
Und dann gibt es noch den Reality-Toggle. Wenn du den aktivierst, siehst du nicht nur die geplanten Aufgaben, sondern auch die tatsächlich gebuchten Arbeitszeiten. Plan und Realität nebeneinander.
Das ist extrem hilfreich, um die Planung zu verbessern. Wie lange haben Aufgaben wirklich gedauert? Wo haben wir unterschätzt, wo überschätzt? Diese Erkenntnisse machen jede Folgewoche ein bisschen realistischer.
Wenn die Planung steht, klickst du auf "Als aktiv markieren". Damit wird die Woche veröffentlicht.
Und jetzt passiert etwas Entscheidendes: Alle geplanten Aufgaben werden automatisch in die Stacks der jeweiligen Mitarbeiter übertragen. In genau der Reihenfolge, die du festgelegt hast.
Das heißt: Kein Mitarbeiter muss fragen, was als nächstes dran ist. Kein Teamleiter muss Aufgaben einzeln verteilen. Die Planung fließt automatisch in die persönliche Arbeitsliste jedes Einzelnen.
Solange eine Woche noch nicht aktiv ist, ist sie ein Entwurf. Du kannst in Ruhe planen, umstellen, diskutieren – und erst wenn alles passt, aktivierst du.
Ich öffne Planning und dann Stack.
Der Stack ist das persönliche Kanban-Board jedes Teammitglieds. Hier sieht jeder Entwickler, jeder Spezialist genau, was diese Woche zu tun ist – und in welcher Reihenfolge.
Die Ansicht ist in Spalten aufgeteilt.
"To Do" – die Aufgaben für diese Woche, sortiert nach Priorität. Die oberste Aufgabe wird zuerst bearbeitet.
"Feedback geben" – Aufgaben, bei denen der Entwickler Feedback an andere geben soll. Diese Aufgaben sollten bevorzugt bearbeitet werden, weil sie oft schnell gehen und andere Kollegen blockieren können.
"Feedback holen" – Aufgaben, die auf Rückmeldung von jemand anderem warten. Der verantwortliche Account Manager wird automatisch benachrichtigt.
"Erledigt" – abgeschlossene Aufgaben.
"Backlog" – Aufgaben, die nicht für diese Woche geplant sind, aber für kommende Wochen vorgemerkt werden können.
Der Ablauf ist simpel: Der Entwickler startet morgens mit der obersten Aufgabe in "To Do". Arbeitet sie ab, schiebt sie zu "Erledigt", nimmt die nächste. Wenn eine Frage auftaucht, schiebt er das Ticket zu "Feedback holen" und arbeitet am nächsten Ticket weiter. Kein Stillstand, kein Warten.
Das Ziel von Stacks ist: Kein Mitarbeiter muss selbst priorisieren. Keine Rückfragen nötig. Fokussiertes, unterbrechungsfreies Arbeiten.
Du hast jetzt die komplette Planungskette gesehen.
Big Picture für die Priorisierung im Projekt. Pools für den projektübergreifenden Blick. Pipeline für die Wochenplanung auf Personenebene. Und Stacks als persönliche, priorisierte Arbeitsliste.
Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Und am Ende weiß jeder im Team genau, was diese Woche zu tun ist – ohne Rückfragen, ohne Unsicherheit.
Im nächsten Video schauen wir uns das Abrechnungssystem an – wie du die geleistete Arbeit in Rechnungen verwandelst.