Dieses Video gibt dir den Gesamtüberblick über Einzelprojekte in Leadtime – den kompletten Bogen von der Planung über das Angebot bis zur Abrechnung. Im Gegensatz zu laufenden Projekten (Support-Verträge, Rahmenverträge) haben Einzelprojekte einen definierten Scope, einen klaren Anfang und ein klares Ende. Sie beginnen mit einem Angebot und enden mit einer Abrechnung auf Basis dieses Angebots.
Ein Einzelprojekt durchläuft acht Phasen, die in den Folgevideos jeweils im Detail behandelt werden: Projektvorlage entwerfen (Video 29), Vorlage einsetzen (Video 30), Projektangebot (Video 31), Pflichtenheft (Video 32), Projektvertrag (Video 33), Projektumsetzung (Video 34), Projektabnahme (Video 35) und Projektabrechnung (Video 36). Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.
Der entscheidende Unterschied zu laufenden Projekten ist der Configuration-Tab, den nur Einzelprojekte haben. Er besteht aus vier Unterbereichen: Overview für die Gesamtkalkulation mit Rabatten und Summen, Products für zugeordnete Katalogprodukte, Project Tree für die operative Struktur mit Epics, Arbeitspaketen, Fragebögen und Test Suites, und Implementation Overview für den Fortschritt.
Ein besonders wichtiges Konzept ist die Versionierung: Jede Änderung im Configuration-Tab erzeugt eine neue Projektversion. Angebote referenzieren immer eine bestimmte Version, sodass verbindlich dokumentiert ist, welcher Scope und welche Preise vereinbart wurden. Änderungswünsche des Kunden erzeugen neue Versionen – alles bleibt nachvollziehbar und revisionssicher.
Im letzten Video hast du den Vertriebsbereich kennengelernt – Opportunities, Pipeline, Angebote. Aber was passiert, wenn der Kunde tatsächlich zusagt? Dann wird aus der Verkaufschance ein Umsetzungsprojekt.
In diesem Video zeige ich dir, wie Einzelprojekte in Leadtime funktionieren. Der komplette Bogen: von der Planung über das Angebot bis zur Abrechnung. Die nächsten Videos gehen dann Schritt für Schritt in die Details. Hier bekommst du zuerst den Überblick.
Laufende Projekte kennst du bereits aus den früheren Videos. Das sind deine Support-Verträge, Rahmenverträge, die tägliche Zusammenarbeit mit Bestandskunden. Sie haben kein definiertes Ende – Tickets kommen rein, werden bearbeitet, monatlich abgerechnet.
Einzelprojekte sind das Gegenteil. Ein Einzelprojekt hat einen definierten Scope, einen klaren Anfang und ein klares Ende. Es beginnt mit einem Angebot: Du planst vorher, welche Leistungen erbracht werden, und präsentierst eine Kalkulation. Der Kunde nimmt an, die Umsetzung startet, am Ende wird auf Basis des Angebots abgerechnet.
Typische Beispiele: ein Website-Projekt, eine App-Entwicklung, eine IT-Migration, ein Onboarding-Prozess.
Der Vorteil von Einzelprojekten: Planungssicherheit. Du weißt vorher, was geliefert wird, was es kostet und wann es fertig sein soll. Und der Kunde weiß es auch.
Bevor wir ins System gehen, will ich dir den Gesamtprozess zeigen. Ein Einzelprojekt in Leadtime durchläuft mehrere Phasen, und für jede Phase gibt es in den kommenden Videos ein eigenes Video.
Erste Phase: Projektvorlage entwerfen. In der Komponentenbibliothek erstellst du wiederverwendbare Bausteine – mit Arbeitspaketen, Fragebögen und Aufwandsschätzungen. Einmal gebaut, immer wieder einsetzbar. Das kommt in Video 29.
Zweite Phase: Projektvorlage einsetzen. Du importierst Komponenten in ein konkretes Kundenprojekt, klärst Anforderungen gemeinsam mit dem Kunden und passt die Struktur dynamisch an. Video 30.
Dritte Phase: Projektangebot. Aus der Konfiguration erstellst du ein formelles Angebot – mit Produkten, Rabatten, verschiedenen Versionen. Video 31.
Vierte Phase: Pflichtenheft. Leadtime generiert automatisch ein Anforderungsdokument aus dem Projektbaum – mit allem, was besprochen und konfiguriert wurde. Video 32.
Fünfte Phase: Projektvertrag. Du erstellst Vertragsdokumente aus Vorlagen, mit Variablen, Bedingungen und dynamischen Abschnitten. Video 33.
Sechste Phase: Projektumsetzung. Die Arbeitspakete werden zu Tickets, dein Team arbeitet sie ab, der Fortschritt wird im Projektbaum sichtbar. Video 34.
Siebte Phase: Projektabnahme. Mit Test Suites prüfst du strukturiert, ob alles geliefert wurde wie vereinbart. Video 35.
Achte Phase: Projektabrechnung. Am Ende wird auf Basis des Angebots und der erbrachten Leistungen abgerechnet. Video 36.
Das ist der komplette Bogen. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf. Nichts geht verloren, alles ist nachvollziehbar. Und du musst dir das nicht merken – jedes Video behandelt eine Phase im Detail.
Ich zeige dir, wie du ein Einzelprojekt erstellst. Ich gehe zu Projekte und klicke auf Erstellen.
Im Dialog wähle ich den Typ: Single. Das ist entscheidend, denn nur Einzelprojekte bekommen den Configuration-Tab, der den gesamten Planungs- und Kalkulationsprozess ermöglicht.
Dann: External, weil es ein Kundenprojekt ist. Ich ordne es einer Organisation zu, vergebe einen Namen, wähle eine Kategorie und setze den Status auf Sales, weil wir noch in der Angebotsphase sind. Value Group A, weil es direkt wertschöpfende Arbeit ist.
Auf der rechten Seite wähle ich die Aufgabentypen und Arbeitsaktivitäten, die in diesem Projekt relevant sind. Ich füge Tags hinzu und weise Teams und Mitarbeiter zu.
Nach dem Speichern erscheint das Projekt in der Projektliste. Die Grunddaten, die ich hier eingebe, bestimmen, wie das Projekt in Reports, Insights und der Abrechnung erscheint. Deshalb lohnt es sich, das von Anfang an sauber zu machen.
Ich öffne das Projekt. Oben sehe ich die Tabs – und hier zeigt sich der erste große Unterschied zu laufenden Projekten.
Overview zeigt den Projektstatus, Kennzahlen wie gebuchte Gesamtzeit und Gesamtschätzung, und einen Zeitverlauf über Kalenderwochen. Das ist die schnelle Übersicht für alle Projektbeteiligten.
Configuration – und das ist der entscheidende Tab. Den gibt es nur bei Einzelprojekten. Hier passiert die gesamte Planung: Projektbaum, Produkte, Kalkulation, Versionen. Das ist das Herzstück.
Tasks zeigt alle Tickets, die aus dem Projektbaum erzeugt wurden. Die kennst du aus dem Ticketing.
Documents enthält Angebote, Pflichtenheft und Verträge – alles, was aus der Konfiguration generiert wird.
Time Tracking zeigt die Zeitbuchungen auf das Projekt. Big Picture und Pools kennst du aus Video 19 für die Priorisierung. Journal dokumentiert Aktivitäten. Documentation ist die Wissensbasis. Und Uploads speichert Dateien.
Der Configuration-Tab ist das, was Einzelprojekte besonders macht. Alles andere teilen sie sich mit laufenden Projekten. Deshalb schauen wir uns diesen Tab jetzt genauer an.
Ich öffne den Configuration-Tab. Er hat vier Unterbereiche.
Overview zeigt die gesamte Kalkulation. Hier sehe ich alle preisrelevanten Teile des Projekts: Produkte aus dem Katalog, Aufwände aus dem Projektbaum, manuelle Positionen. Für jede Kategorie kann ich Rabatte vergeben – als festen Betrag oder prozentual. Unten stehen die Gesamtsummen, aufgeteilt nach einmaligen Kosten, wiederkehrenden Gebühren und Stundenaufwänden.
Products listet alle Produkte, die dem Projekt zugeordnet sind. Du erinnerst dich an den Produktkatalog aus Video 25 – hier setzt du die Produkte ein. Hosting-Pakete, Lizenzen, Workshops, alles was standardisiert angeboten wird.
Project Tree – das ist die operative Struktur. Hier importierst du Komponenten aus der Bibliothek und baust den Projektbaum auf. Epics als große thematische Blöcke, darunter Arbeitspakete mit Beschreibungen, Fragebögen und Aufwandsschätzungen. Dazu Checklisten für Kundenbeiträge und Test Suites für die Abnahme. Der Projektbaum reagiert dynamisch auf Antworten: Wenn der Kunde bestimmte Anforderungen hat, werden zusätzliche Pakete aktiviert, der Aufwand passt sich an, neue Produkte werden benötigt.
Implementation Overview zeigt den Fortschritt: Wie viele Fragebögen sind beantwortet? Welche Arbeitspakete sind gestartet? Wie steht die gebuchte Zeit im Vergleich zur Planung?
Zusammen ist das die Schaltzentrale für Einzelprojekte. Hier wird geplant, kalkuliert und versioniert. Alles, was später in Angeboten, Pflichtenheften und Rechnungen steht, kommt von hier.
Ein letzter Punkt, der für alles Weitere wichtig ist: die Versionierung.
Jede Änderung, die du im Configuration-Tab machst – ein neues Produkt, ein geänderter Rabatt, ein zusätzliches Arbeitspaket – erzeugt eine neue Projektversion.
Warum ist das wichtig? Weil Angebote immer eine bestimmte Version referenzieren. Der Kunde nimmt nicht einfach "das Projekt" an, sondern Version 3 mit genau diesem Scope und diesen Preisen. Das ist verbindlich.
Wenn der Kunde später Änderungswünsche hat – ein zusätzliches Feature, ein anderer Umfang – dann entsteht daraus eine neue Version. Version 4 mit dem erweiterten Scope. Du kannst dem Kunden zeigen, was sich geändert hat, ein neues Angebot auf Basis der neuen Version erstellen und alles bleibt nachvollziehbar.
Das eliminiert jede Diskussion über "Was war vereinbart?". Alles ist dokumentiert, alles versioniert, alles revisionssicher.
Einzelprojekte in Leadtime bilden den kompletten Lebenszyklus ab. Von der Vorlage über die Konfiguration, das Angebot, das Pflichtenheft, den Vertrag, die Umsetzung, die Abnahme bis zur Abrechnung. Ein durchgängiger Prozess in einem System.
In den nächsten Videos gehen wir Schritt für Schritt durch jeden dieser Bereiche. Los geht's mit der Komponentenbibliothek – wie du Projektvorlagen erstellst, die du immer wieder einsetzen kannst